Südengland lässt grüßen

Oder die Bretagne auf der Insel

05.06.2011
Bevor mein eigentlicher Londonaufenthalt morgen startet, habe ich mir nun erst einmal Cornwall und die Costwalls angeschaut. Nicht nur, dass das Wetter mit Sonne und über 20 Grad garnicht zum Regenklischee der Engländer gepasst hat, so kommt einem die Landschaft nahezu als Kopie der Bretagne vor.

Neben Menhiren und Dolmen - einem überaschend kostenlosen PKW-Parkplatz bei Stonehange - Steilküsten und Buchten mit Sandstrand, Steinhäusern und viel Wind gibt es aber auch noch ein paar kleine Unterschiede. So ist das Land sanft hügelig und erinnert ein bisschen an die Nordinsel von Neuseeland. Mancher Orts und Straßennamen lassen auch den keltischen Einfluss erahnen wenn Zusätze wie Pen oder an zu finden sind.
Im Dartmoor Nationalpark, der fast nicht bewaldet ist, begegnem einem Schafe und Pferde mitten auf der Straße. Zahlreiche Bachläufe und alte Steinbrücken nötigen immer wieder zum Anhalten und Fotografieren.
Das kleine Surferstädtchen Newquay an der Nord-/Westküste das auch als Ibiza Englands bezeichnet wird, ist nicht nur das seine angrenzenden Sanddünen und dem schönen Hafen einen Besuch wert, sondern auch das abendliche Partyvolk, dass mit vielen Jungesell(inn)en-Abschieden in voller Verkleidung (z.B. Superhelden, Schlümpfe oder Pippi Langstrump) aller ein bisschen an den Fasching in Deutschland erinnert.

Um vorweg die aufgekommene Frage zu beantworten ob neben dem Lenkrad auf der anderen Seite auch die Pedalreihenfolge vertauscht ist, kann ich beruhigen. Das Gaspedal ist immernoch rechts. Allerdings sind Scheibenwischer- und Blinkerhebel vertauscht, so dass zumindest bei mir der Scheibenwischer ziemlich oft betätigt wurde. Ansonsten gewöhnt man sich relativ schnell an den Linksverkehr nur wenns mal hektisch wird muss man sich konzentrieren, dass man auf der richtigen Straßenseite bleibt. Alles in allem sind nach über 1000km sowohl wir als auch das Auto noch heil.